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Vergleich · ca. 5 Min. Lesezeit

Software für Schweißbetriebe: vier Wege der Dokumentation im Vergleich

Schweißanweisungen, Verfahrensprüfungen und Schweißerqualifikationen müssen im Betrieb auffindbar und aktuell sein. Ob dafür Papier, Excel, ein externer Dienstleister oder eine Software der richtige Weg ist, hängt von Betriebsgröße und Arbeitsweise ab. Diese Seite vergleicht die vier Wege und sagt, wann welcher passt.

Was im Schweißbetrieb dokumentiert werden muss

Je nach Auftrag und Zertifizierung gehören typischerweise drei Bausteine zusammen: die Schweißanweisung (WPS), die dazugehörige Verfahrensprüfung (WPQR) und die Qualifikationen der Schweißer mit ihren Gültigkeitsfristen. Welche Nachweise ein bestimmter Auftrag verlangt, legen Vertrag, Zertifizierungsstelle und die jeweils anwendbaren Normen fest; diese Seite ersetzt diese Klärung nicht.

Die vier Wege im Vergleich

Die Tabelle stellt Papier, Excel, externen Dienstleister und Dokumentations-Software nach den Kriterien gegenüber, die im Alltag den Unterschied machen. Die Spalte zur Software beschreibt, was Dokumentations-Software wie SchweißDoku leistet (Belege im Abschnitt weiter unten). Die Tabelle bewertet keine einzelnen Anbieter und nennt keine Preise Dritter.

Vergleich der vier Wege zur Schweißdokumentation
KriteriumPapier & OrdnerExcel-ListenExterner DienstleisterDokumentations-Software
EinstiegSofort, keine EinführungSchnell, Vorlage selbst oder aus dem NetzBeauftragung und Abstimmung nötigDateneingabe und kurze Einarbeitung
Fristen der SchweißerqualifikationenVon Hand im Kalender verfolgenPer Formel oder Formatierung, die jemand pflegen mussJe nach Vertrag Teil der LeistungAblaufende Fristen im Dashboard (siehe unten)
Revisionsstand der WPSAlte Fassungen können im Umlauf bleibenVersionen nur über Dateinamen oder AblageJe nach Vertrag beim Dienstleister geführtWPS zentral und versioniert abrufbar
Mehrere Personen gleichzeitigEin Ordner, ein StandortGleichzeitiges Bearbeiten fehleranfälligZugriff über den DienstleisterUnbegrenzte Nutzer je Tarif
Unterlagen fürs Audit zusammenstellenKopieren und Heften von HandZusammenführen aus mehreren DateienVom Dienstleister aufbereitetPDF-Paket aus den gepflegten Daten
Fachwissen im eigenen Haus nötigJa, vollständigJa, vollständigWeniger, Wissen liegt externJa, die Software ersetzt kein Fachwissen
KostenMaterial und ArbeitszeitArbeitszeit, ggf. Lizenz für TabellenprogrammLaufend oder je Auftrag, Angebot einholenMonatliche oder einmalige Lizenz, je Anbieter

Wann welcher Weg passt

Papier und Ordner

Passt bei sehr kleinen Betrieben mit wenigen Schweißern und einer überschaubaren Zahl an Schweißanweisungen, in denen eine Person den Überblick sicher hält. Die Grenze liegt dort, wo Fristen und Revisionsstände nicht mehr nebenbei verfolgt werden können oder mehrere Standorte auf dieselben Unterlagen zugreifen müssen.

Excel-Listen

Passt, wenn die Zahl der Datensätze noch gut in eine Tabelle passt und jemand die Pflege dauerhaft übernimmt. Die Tabelle speichert, aber überwacht nichts von selbst: Fristen, Revisionsstände und Verknüpfungen zwischen WPS, WPQR und Schweißer bleiben Handarbeit. Für Nahtprotokolle gibt es auf dieser Website eine Excel-Vorlage für das Schweißnahtprotokoll.

Externer Dienstleister

Passt, wenn im Haus das Fachwissen oder die Zeit fehlt, die Unterlagen zu erstellen und zu pflegen, zum Beispiel beim Aufbau der ersten Dokumentation. Zu klären sind vorher Umfang, Laufzeit, Verfügbarkeit der Unterlagen im Betrieb und der Zugriff auf die Daten, wenn der Vertrag endet. Angebote einzuholen ist hier der einzige verlässliche Weg zu Kosten.

Dokumentations-Software

Passt, wenn mehrere Personen mit denselben Daten arbeiten, die Zahl der WPS und Qualifikationen wächst und Fristen verlässlich sichtbar sein sollen. Software ersetzt dabei weder das Fachwissen noch die Prüfung durch die zuständige Stelle; sie ordnet die Nachweise und macht ihren Stand sichtbar.

Worauf Sie bei der Auswahl einer Software achten sollten

  • Umfang: Deckt sie WPS, WPQR und Schweißerqualifikationen ab oder nur einen Teil?
  • Fristen: Zeigt sie ablaufende Qualifikationen von selbst an, oder müssen Sie danach suchen?
  • Altdaten: Lassen sich vorhandene PDF und Tabellen übernehmen?
  • Lizenzmodell: Einmalkauf, Abo, Lizenz je Arbeitsplatz oder unbegrenzte Nutzer, und was kostet die Wartung?
  • Ausstieg: Lassen sich die Daten exportieren, wenn Sie wechseln?
  • Test mit eigenen Daten: Probieren Sie mit echten WPS und echten Qualifikationen aus, ob der Ablauf zu Ihrem Betrieb passt.

Was SchweißDoku in diesem Vergleich abdeckt

SchweißDoku ist eine browserbasierte Software für die Schweißdokumentation. Nach den Angaben auf der Produktseite verwaltet sie Schweißanweisungen, Verfahrensprüfungen und Schweißerqualifikationen, zeigt ablaufende Fristen im Dashboard, ordnet Nähte mit einer Naht-ID dem Schweißer, der WPS und dem ZfP-Protokoll zu und stellt ein Audit-Paket als PDF zusammen. Bestehende Dokumente lassen sich als PDF hochladen, Schweißerdaten per CSV importieren. Die Tarife stehen auf der Preisseite (Starter ab 79 € pro Monat, zzgl. gesetzlicher USt.); sie sind monatlich kündbar und enthalten unbegrenzte Nutzer, für alle Abos gilt eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Kostenlos ist die Nutzung nicht; die Demo können Sie vorab anfordern.

Häufige Fragen

Brauche ich als kleiner Schweißbetrieb überhaupt eine Software?

Nicht zwingend. Bei wenigen Schweißern, wenigen Schweißanweisungen und einem übersichtlichen Auftragsbestand kann eine sauber geführte Ordner- oder Excel-Lösung ausreichen. Sinnvoll wird Software meist dann, wenn Fristen und Revisionsstände nicht mehr nebenbei im Kopf zu halten sind oder mehrere Personen an denselben Unterlagen arbeiten.

Was kann Excel für die Schweißdokumentation nicht leisten?

Excel speichert Daten, überwacht sie aber nicht von selbst. Ablaufende Qualifikationen, veraltete Revisionsstände und gleichzeitiges Bearbeiten durch mehrere Personen sind in einer Tabelle Handarbeit oder erfordern selbst gebaute Formeln, die jemand pflegen muss.

Was kostet Software für die Schweißdokumentation?

Die Preise von SchweißDoku stehen auf der Preisseite: Starter ab 79 € pro Monat, zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer, monatlich kündbar, unbegrenzte Nutzer. Preise anderer Lösungen nennt diese Seite nicht; sie unterscheiden sich je Anbieter und Lizenzmodell und sollten direkt beim Anbieter erfragt werden.

Können vorhandene WPS und Qualifikationen übernommen werden?

Bei SchweißDoku können bestehende Dokumente als PDF hochgeladen werden; Schweißerdaten lassen sich zusätzlich per CSV importieren. Ob und wie eine andere Software Altdaten übernimmt, sollten Sie vor der Entscheidung beim jeweiligen Anbieter klären.

Wie teste ich, ob eine Software zu meinem Betrieb passt?

Am zuverlässigsten mit eigenen Daten: ein paar echte Schweißanweisungen und Schweißerqualifikationen eintragen und prüfen, ob Fristen, Revisionsstände und der Export für das Audit so aussehen, wie Sie sie brauchen. Für SchweißDoku können Sie dazu eine Demo anfordern.